Optionen für alle Polygonscanner

Echzeitshifter / Bewegungsnachführung

Das Laserprozessieren auf sich bewegende Objekte (Processing on the fly) stellt für Scansysteme eine große Herausforderung dar. So müssen die jeweiligen Geschwindigkeitsvektoren für eine x-, y-, oder z-Bewegung zeitnah erfasst und mit den zu bearbeitenden Laserspuren verrechnet werden. Vor allem bei sehr schnellen oder stark veränderlichen Geschwindigkeiten ist eine zeitnahe Anpassung und Korrektur der Ausgabevektoren über eine softwaretechnische Lösung kaum möglich. Hieraus resultieren Lagefehler der Laserstruktur oder Prozessvariationen hinsichtlich des zu erwartenden Bearbeitungsergebnisses.

Die MOEWE Polygonscanner können hingegen die Erfassung der Geschwindigkeitsvektoren und die Positionskorrekturen optional in Hardware vornehmen und dies mit einer Erfassung- und Berechnungszeit von jeweils 5 ns. Somit ist eine extrem schnelle und selbst bei stark veränderlichen Geschwindigkeit hochpräzise Nachführung der Laserspuren auf dem sich bewegenden Objekt möglich.

Grundvoraussetzung ist eine schnelle messtechnische Erfassung der Lageverschiebung der Bearbeitungsobjekte. Hierfür eignen sich im besonderen Quadratursignale (A, B, I) oder auch Puls/Richtungssignale hoher Auflösung und somit schneller Abfolge (bis max. 100MHz), welche zumeist direkt aus den verschiedensten Lage- oder Encodermesssystemen extrahiert werden können. Komplexere Positionsprotokolle mit zwischengeschalteter Hardware/Softwarelogik erfüllen diese Bedingungen nicht.

Lieferung: Update, Realtimeshifter Logic-Core für FPGA ; Hochgeschwindigkeitsein- /ausgänge

Synchronisation mehrerer Polygonscanner

Der Nutzungsgrad des Lasers ist durch die Facettenlänge begrenzt und beträgt bei einem Polygonscanner der PM-Reihe max. 60% bei voller Ausnutzung des Scanfeldes. Durch das Zusammenschalten mehrerer Polygonscanner lässt sich hingegen die eingesetzte Laserquelle nahezu vollständig nutzen. Voraussetzung ist, dass die Laserstrahlung schnell zwischen zwei oder mehreren Polygonscannern umschaltbar ist.

Um eine Laserquelle mit mehreren Polygonscannern zu betreiben, müssen diese bzgl. Drehfrequenz und Phasenlage präzise synchronisiert betrieben werden. Dies erfolgt durch das Verlinken eines Masterscanners mit einem oder mehreren Slavegeräten. Der aktive Link mit nachgeschalteter Hardwarelogik sorgt für den phasenrichtigen Lauf aller nachgelagerten Scanner. Der gewünschte Phasenversatz zwischen den Scannern kann frei gewählt werden. Bei zwei Scannern wird ein Phasen- bzw. Gangunterschied um eine halbe Facettenlänge (-öffnungswinkel) gewählt und die Laserstrahlung zu 50% zwischen den Scannern hin- und hergeschalten. Bei mehr als zwei zu synchronisierenden Geräten verringert sich der Gangunterschied entsprechend.

Lieferung: Update, Realtimesync Logic-Core für FPGA; Hochgeschwindigkeitslinkinterfaces mit RJ45 Buchsen, Lasersignalsynchronisier (ext. Hardware Box)