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PM10, PM30 oder PM Unit – welcher Scanner passt zur Anwendung?

PM10, PM30 oder PM Unit? Die beste Scannerlösung hängt nicht allein von der gewünschten Geschwindigkeit ab. Entscheidend sind Scanfeld, Spotgröße, Laserparameter, Material, Taktzeit und die Art der Integration in die Maschine.

Dieser Leitfaden zeigt, welche Fragen bei der Auswahl helfen und wann welcher MOEWE-Scanner typischerweise in die engere Auswahl kommt. Die endgültige Auslegung sollte immer anhand der realen Prozessdaten erfolgen.

Die drei wichtigsten Auswahlfragen

  1. Wie groß ist das benötigte Scanfeld? Feldgröße und gewünschte Auflösung bestimmen die optische und mechanische Auslegung.
  2. Wie schnell muss der Prozess sein? Markierzeit, Liniengeschwindigkeit, Beschleunigung und Wiederholrate wirken zusammen.
  3. Wie stark muss der Scanner angepasst werden? Eine Standardintegration stellt andere Anforderungen als eine kundenspezifische OEM-Lösung.

PM10: kompakt und fokussiert

Der PM10 ist eine naheliegende Wahl, wenn eine kompakte Scannerlösung für klar definierte Aufgaben gesucht wird. Er eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Baugröße, einfache Integration und eine ausgewogene Kombination aus Geschwindigkeit und Präzision wichtig sind.

Typische Einsatzsituationen sind kompakte Markier- und Strukturieraufgaben, kleinere bis mittlere Arbeitsfelder oder Maschinen, in denen der verfügbare Bauraum begrenzt ist. Wichtig ist, dass das geplante Scanfeld, die gewünschte Spotgröße und die Prozessgeschwindigkeit zum optischen Aufbau passen.

PM10 in die Auswahl nehmen, wenn:

  • eine kompakte Standardlösung gesucht wird,
  • das Scanfeld überschaubar und genau definiert ist,
  • Bauraum und Integrationsaufwand eine wichtige Rolle spielen,
  • der Prozess eine gute Balance zwischen Dynamik und Präzision benötigt.

PM30: mehr Reichweite und Durchsatz

Der PM30 kommt typischerweise dann ins Spiel, wenn ein größeres Arbeitsfeld oder ein höherer Durchsatz im Mittelpunkt steht. Bei größeren Bauteilen und produktiven Serienprozessen müssen Feldabdeckung, Spotqualität, Geschwindigkeit und Prozesshomogenität gemeinsam betrachtet werden.

Ein größeres Scanfeld ist nicht automatisch die bessere Lösung. Mit zunehmender Feldgröße steigen die Anforderungen an Optik, Kalibrierung und Prozessführung. Der PM30 ist deshalb besonders interessant, wenn die Anwendung die zusätzliche Reichweite tatsächlich benötigt und die Prozessparameter darauf abgestimmt werden können.

PM30 in die Auswahl nehmen, wenn:

  • größere Flächen oder Bauteile bearbeitet werden,
  • kurze Zykluszeiten und hoher Durchsatz entscheidend sind,
  • die Feldabdeckung wichtiger ist als eine möglichst kleine Bauform,
  • Optik, Ansteuerung und Kalibrierung als Gesamtsystem ausgelegt werden.

PM Unit: wenn die Integration die Lösung bestimmt

Die PM Unit ist die passende Gesprächsbasis, wenn eine Anwendung über eine typische Standardkonfiguration hinausgeht. Im Mittelpunkt stehen dann nicht nur Scannergröße und Geschwindigkeit, sondern die Einbindung in die gesamte Maschine oder Produktionslinie.

Das kann beispielsweise relevant sein, wenn spezielle mechanische Schnittstellen, eine besondere Strahlführung, definierte Einbauräume, kundenspezifische Steuerung oder eine abgestimmte Mehrkomponenten-Lösung benötigt werden. Die PM Unit sollte deshalb früh in die Systemplanung einbezogen werden.

PM Unit in die Auswahl nehmen, wenn:

  • eine kundenspezifische OEM- oder Maschinenintegration geplant ist,
  • Standardabmessungen oder Standardschnittstellen nicht ausreichen,
  • Optik, Mechanik, Elektronik und Software gemeinsam abgestimmt werden müssen,
  • die Lösung auf einen konkreten Prozess und nicht auf ein allgemeines Datenblatt optimiert werden soll.

PM10, PM30 oder PM Unit im Vergleich

AuswahlkriteriumPM10PM30PM Unit
Typischer FokusKompakte, klar definierte AnwendungenGrößere Felder und höherer DurchsatzIndividuelle Systemintegration
BauraumKompakte Integration im VordergrundMehr Reichweite kann mehr Auslegungsraum erfordernNach Maschinen- und Prozessanforderung planbar
AuslegungStandardnahe KonfigurationFeld, Geschwindigkeit und Kalibrierung gemeinsam betrachtenOptik, Mechanik, Steuerung und Schnittstellen gemeinsam definieren
Geeignet, wennPräzision und kompakte Bauform zählenFläche und Produktivität zählendie Anwendung eine maßgeschneiderte Lösung verlangt

Welche Daten sollten vor der Auswahl vorliegen?

Je genauer die Ausgangsdaten sind, desto schneller lässt sich die passende Konfiguration bestimmen. Hilfreich sind:

  • Laserwellenlänge und verfügbare Leistung,
  • gewünschtes Scanfeld und Arbeitsabstand,
  • Ziel-Spotgröße und erforderliche Positioniergenauigkeit,
  • Liniengeschwindigkeit, Taktzeit und Wiederholrate,
  • Material, Geometrie und Bearbeitungsaufgabe,
  • Einbauraum, Schnittstellen und Umgebungsbedingungen.

Die kurze Entscheidungshilfe

PM10 ist ein guter Startpunkt für kompakte und klar abgegrenzte Anwendungen. PM30 sollte geprüft werden, wenn größere Felder oder mehr Durchsatz erforderlich sind. PM Unit ist sinnvoll, wenn die Systemintegration, die Schnittstellen oder die Prozessanforderungen eine individuelle Auslegung verlangen.

Die Auswahl sollte nicht isoliert nach einem einzelnen Kennwert erfolgen. Erst das Zusammenspiel aus Scanfeld, Spot, Geschwindigkeit, Laser und Maschine zeigt, welcher Scanner im realen Prozess die beste Lösung ist.

Häufige Fragen

Ist der PM30 immer besser als der PM10?

Nein. Ein größeres oder schnelleres System ist nur dann sinnvoll, wenn die Anwendung diese Eigenschaften benötigt. Für kompakte Felder kann eine kleinere, passend ausgelegte Lösung die bessere Integration bieten.

Wann sollte eine PM Unit eingeplant werden?

Am besten frühzeitig, sobald besondere Schnittstellen, Strahlführungen, Einbauvorgaben oder eine OEM-Integration absehbar sind. So können Optik, Mechanik und Steuerung gemeinsam ausgelegt werden.

Kann MOEWE die Auswahl anhand von Musterdaten unterstützen?

Ja. Mit Angaben zu Material, Laser, Scanfeld, Spotgröße, Geschwindigkeit und Prozessziel lässt sich die passende Scannerklasse gezielt bewerten.

Sie sind unsicher, welcher Scanner passt?

Teilen Sie uns Ihre wichtigsten Prozessdaten mit. MOEWE Optik unterstützt bei der Bewertung, ob PM10, PM30 oder PM Unit für Ihre Anwendung die passende Ausgangsbasis ist.